Jürgen Finger

 

Eigensinn im Einheitsstaat

NS-Schulpolitik in Württemberg, Baden und im Elsass 1933-1945

(Historische Grundlagen der Moderne, Bd. 12)

 

ISBN 978-3-8487-2174-0

Baden-Baden, Nomos, 2016

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Obwohl das NS-Regime nach Zentralisierung und Vereinheitlichung strebte, waren die Resultate seiner Bildungspolitik von Land zu Land uneinheitlich. Die Schulsysteme in Württemberg, Baden und im 1940 annektierten Elsass wichen auffällig voneinander ab. Das war zunächst historisch bedingt. Doch die Unterschiede wurden bewahrt und verstärkt durch das verschiedenartige Profil der NS-Politik in den drei Regionen. Den Bildungsreformern in Berlin gelang es nicht, regionale Beharrungskräfte, strukturelle Pfadabhängigkeiten und Bildungstraditionen auszuhebeln. Denn die Länder passten die Bildungsreformen an die örtlichen Gegebenheiten an. Dadurch entstand ein begrenzter Gestaltungsspielraum, den einzelne NS-Landespolitiker zu nutzen wussten.


Besprochen durch: Marie Muschalek in: Sehepunkte 16 (2016), 12.