Dr. Jürgen Finger, Paris

frank-fotografie.de Wolfgang Frank,  Berlin

Herzlich willkommen auf meiner Homepage! Hier erhalten Sie einen Überblick über meine Arbeit als Forscher, über Publikationen, Projekte und Neuigkeiten. 

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Aktuelles

Vortrag "Mobilität und Kapitalismus: Historische Perspektiven am Beispiel Frankreichs in der Belle Epoque"

 

Sommeruniversität „Migration à Paris au 19e et 20e siècles“. Deutsch-Französisches Studienprogramm Geschichte/Cursus franco-allemand Histoire Bielefeld/Paris VII, Paris 7.9.2017.

 

Vortrag "'où toutes les fantaisies sont permises'. Die Moralische Ökonomie des Grauen und

Schwarzen Kapitalmarkts von Paris (1870-1914/18)"

Kolloquium des Lehrstuhls für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts (B. Aschmann), HU Berlin 4.12.2017.

 

 

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Publikationen

 

Weitere Informationen ...

 

Neuerscheinung 

"Eigensinn im Einheitsstaat. NS-Schulpolitik in Württemberg, Baden und im Elsass 1933-1945"

 

 

Aufsatz "Entrepreneur Biographies as Microhistories of X", in: Immigrant Entrepreneurship: The German-American Experience since 1700, hg. von Hartmut Berghoff/Uwe Spiekermann, Bulletin of the German Historical Institute- Supplements, Washington D.C. 2016, S. 19-36.

 

 

Aufsatz »Spekulation für Jedermann und Jedefrau. Kleinanleger, Frauen und der graue Kapitalmarkt in Paris in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts«, in: Archiv für Sozialgeschichte 56 (2016), S. 139–168.

Lehre

Eine Übersicht über meine Lehrtätigkeit finden Sie hier ...


Medien

Wenn Sie sehen und hören wollen, mit wem Sie es zu tun haben, ... finden Sie hier mehr.



Aktuelles Projekt: Moral Economy des französischen Kapitalismus 1880-1914/18

This project has received funding from the German Academic Exchange Service (DAAD) with ressources of the Federal Ministry of Education and Research and the European Union‘s Marie Curie Actions (grant no 605728 under FP7-PEOPLE-2013-COFUND)

 

Moralische Erwägungen strukturieren jedes menschliche Handeln, auch ökonomisches Handeln. Doch sind Moralvorstellungen abhängig von Kulturkreis, nationalen und regionalen Spezifika, vom sozialen Status sowie von der Bezugsgruppe, gegenüber der moralische Forderungen artikuliert werden. Je nach Kontext und Gegenüber funktioniert Moral also unterschiedlich. Historiker müssten von Moral eigentlich immer im Plural sprechen. 

 

In welchen Situationen, wie und mit welchem Erfolg wurden Moralvorstellungen in der Ökonomie handlungsleitend? Diente Moral vor allem der Einhegung des Wirtschaftssystems? Stabilisierte sie „den Markt“, die sozialen Beziehungen der Wirtschaftsakteure, oder war sie eher ideologischer Überbau für ökonomische Erwägungen? Marktbeziehungen sind häufig durch Asymmetrien geprägt, durch Informationsvorsprünge und Machtbeziehungen: unter Branchenkollegen; zwischen Produzent, Händler und Konsument; zwischen Gläubiger und Schuldner. Konnte der Rekurs auf moralische Standards solche Asymmetrien ausgleichen oder war die ökonomische Moral auf der Seite des Stärkeren? Verloren moralische Ordnungen an Bedeutung, als im Übergang zur Hochmoderne der Staat immer häufiger regulierend in Marktbeziehungen eingriff? 

 

Diesen Fragen geht das Projekt anhand von vier Fallbeispielen aus Frankreich zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg nach: Wir wurden die Teuerung der Lebenshaltungskosten und der Übergang in das Zeitalter des Massenkonsums "moralisiert"? War die Insolvenz eines Kaufmanns eine Frage der Moral? Wie funktionierte Moral auf dem grauen Finanzmarkt von Paris, wo Transaktionen von Haus aus ungesetzlich waren? Welche moralischen Maßstäbe wurden an koloniale Ökonomien angelegt? Aus diesen Bruchstücken wird die vielfältige und uneindeutige Moralische Ökonomie Frankreichs in der Belle Époque rekonstruiert. 

 

Poster via Researchgate doi.org/10.13140/RG.2.1.3326.4405



Aktuelles zum Projekt auf moraleconomy.hypotheses.org (ISSN 2364-5415)